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Uraufführung: 04. April 2015.
Tom Quaas inszeniert Beethovens Leben und die Geschichte seiner zunehmenden Ertaubung als tragische Komödie. Er bedient sich den Mitteln des Illusionstheaters und verzichtet dabei nur auf eins: Musik. Zusammen mit einem Ensemble Schauspieler, Tänzer, Pantomimen und Clowns macht er sich auf die Suche nach einer visuellen Übersetzung für das, was Musik bedeuten könnte- für den tauben Beethoven, für Menschen, die noch niemals etwas gehört haben, und für jeden Einzelnen von uns.

 

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Pressestimmen:

Das clowneske Stück „Beethoven ohne Musik“ feiert den tauben Komponisten.
„Nach „Faust ohne Worte“ nun ,,Beethoven ohne Musik“.Geht das? Im Dresdner Theaterzirkus des Schauspielers Tom Quaas verblüffend gut. (…) Die magische Aufführung wird zur tragikomischen Reise durch Beethovens Leben.“
Sächsische Zeitung, April 2015

„(…) Ludwig van Beethoven wurde vom Sockel der Erhabenheit geholt (…). Theaterdirektor Quaas schuf eine Magie der Illusionen, (…) setzte Schwerpunkte mal in der Pantomime, mal im Klang (…). Vor dem ersten Ton ist atemlos Stille. Und Schweigen danach.“ Dresdner Neueste Nachrichten, April 2015

 

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Inhalt:
… Ein Orchester schwebt im leeren Raum. Die Musiker, wie Geister, stimmen ihre Instrumente. Beethoven steht und lauscht. Bläser und Streicher setzen ihre Instrumente an. Ein Dirigent gibt den Einsatz. Beethoven hört – nichts. Ihn packt die Angst und er beginnt zu laufen. Er läuft und läuft und springt in das kühle Wasser eines Sees. Unter ihm ranken Wasserpflanzen, über ihm stehen die Sterne im Samtblau des Nachthimmels. Er spürt seinen Herzschlag und hört in seinem Kopf die ersten Töne einer großen Sinfonie …Der junge Beethoven war noch keine dreißig Jahre alt, da machten sich die ersten Anzeichen eines chronischen Gehörleidens bemerkbar, das sein Leben und auch seine Karriere beeinflusste. Er komponierte immer utopischere Musik, konnte sie aber selbst nicht mehr hören – er litt entsetzlich unter diesem Verlust und seiner sozialen Isolation. Aber der Schmerz und das Anderssein befähigten ihn auch, eine Musik zu komponieren, die ein Stück Menschheitsgeschichte geworden ist.
Nach Faust ohne Worte inszeniert Theaterdirektor und Regisseur Tom Quaas Beethovens Leben und die Geschichte seiner zunehmenden Ertaubung als tieftraurige Komödie. Er bedient sich der Mittel des Illusionstheaters und verzichtet dabei nur auf eins: Musik. Zusammen mit einem Ensemble von Schauspielern, Tänzern, Pantomimen und Clowns macht er sich auf die Suche nach einer visuellen Übersetzung für das, was Musik bedeuten könnte für den tauben Beethoven, für Menschen, die noch niemals etwas gehört haben, und für jeden Einzelnen von uns.
Helmut Oehring, Komponist und Sohn gehörloser Eltern, erarbeitete für die Neuinszenierung des Theaterzirkus Dresden eine fünfzehnminütige Komposition ohne Musik, eine Art Klangverdichtung für eine Szene der Inszenierung. Alle weiteren Klang- und Toneffekte der Inszenierung wurden von Sounddesigner Nikolaus Woernle produziert.
Beethoven selbst wird von Wolfgang Krause-Zwieback verkörpert, seine jüngeren Egos von den Paluccaschülern Carl Becker und Edgar Diebler, dem brasilianischen Tänzer Wagner Moirera und dem Schauspieler Frank Auerbach. Marie Bretschneider als „Die Unsterbliche Geliebte“, Clown Thete alias Martin Kiefer als Dämon, die Note dargestellt durch die Schauspielerin Rose Vischer und der Theaterdirektor Tom Quaas, bilden das Gegenspiel.

Des Weiteren ist ein Orchester, die Dresdner Sinfoniker unter Ltg. von Markus Rindt und Mitarbeit des Dirigenten Michael Helmrath, aufgenommen von Videodesigner René Liebert, zu sehen. Die Inszenierung wurde von einem Regieteam erarbeitet, bestehend aus Opernregisseurin Therese Schmidt, Illusionist Manuel Muerte, Clownsregisseur Yvo Mentens, Bühnen- & Kostümbildner Tilo Schiemenz und eben Tom Quaas.